30. April: Tag des Rechts des Kindes auf gewaltfreie Erziehung

Kinderrechte gelten immer – erst recht in der Pandemie!

Die Frankfurter Kampagne „Stark durch Erziehung“ weist auf die Folgen der Pandemie für Familien, Kinder und Jugendliche hin 

Mehr als ein Drittel fühlt sich einsam, sieben von zehn Kindern und Jugendlichen sind seelisch belastet – das haben Studien der Universitäten in Frankfurt und Hildesheim sowie der Universitätsklinik Eppendorf in Hamburg jüngst gezeigt. Umso wichtiger sei es jetzt, die Situation von Kindern und Jugendlichen im Blick zu behalten, denn schon jetzt werden vermehrt soziale Ängste von Kindern sichtbar, mahnt die Frankfurter Kampagne „Stark durch Erziehung“. Dieses Bündnis, koordiniert vom Frankfurter Kinderbüro und dem Deutschen Kinderschutzbund, Bezirksverband Frankfurt, setzt sich für die Rechte von Kindern ein – allen voran für das Recht auf gewaltfreie Erziehung, das seit 2000 im Bürgerlichen Gesetzbuch festgeschrieben ist.

20 Jahre Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung

Schirmherrin der Kampagne „Stark durch Erziehung“, Stadträtin Sylvia Weber: „Das Recht jedes Kindes auf gewaltfreie Erziehung braucht weiterhin unser aller Einsatz, gerade in Zeiten von Corona.“

Zur Pressemitteilung:  pdf neu

20 Jahre Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung

Einladung zu Rückschau und Ausblick am Freitag, 20.11.2020

Im Zentrum des diesjährigen Fachtages steht das Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung, welches im Jahre 2000 in § 1631 Abs. 2 im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert wurde.Welche Wirkung hat die gesetzliche Verankerung des Leitbildes einer gewaltfreien Erziehung entfaltet? Lassen sich durch Gesetze Erziehungsnormen verändern? Renommierte Fachwissenschaftler*innen bilanzieren die Wirkung der letzten 20 Jahre und wagen einen Ausblick.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer:
pdf neuFachtag Gewaltfreie Erziehung 20.11.2020

Zeit haben, zuhören können, Liebe schenken – was heißt das im Erziehungsalltag?

In den Familiennetzwerken in Frankfurt können sich Mütter und Väter zu Erziehungsfragen austauschen und auch Rat von Expert*innen einholen.

Es ist eine schöne Tradition in Frankfurt: Vierteljährlich schreibt die Frankfurter Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld frischgebackenen Eltern in der Stadt einen Brief. Darin beglückwünscht sie diese zum neuen Kind und informiert darüber, welche Anlaufstellen und offenen Treffs im jeweiligen Stadtteil sich um die Belange von Familien kümmern. Außerdem enthält der Brief das Angebot, dass eine Begrüßungspatin aus dem Familiennetzwerk im Stadtteil zu einem Besuch vorbeikommen kann. Diese „aufsuchenden“ Familiennetzwerke wurden 2010 vom Zentrum Familie im Haus der Volksarbeit und dem Kinderschutzbund Frankfurt konzipiert und sind derzeit in 13 Stadtteilen angesiedelt.

„Eltern müssen nicht perfekt sein. Kompensieren Sie das Gefühl des Scheiterns und zeigen Sie Ihren Kindern, dass Sie sie lieben und sie Ihnen wichtig ist.“

Sabine Stiller

Nach Ansicht der Frankfurter Erziehungsberaterin ist für Mütter und Väter jetzt vor allem eines wichtig: „Sie sollten akzeptieren, dass sie nicht perfekt sein müssen.“ Und wenn es zu heftigem Streit kommt? „Macht nichts“, sagt Sabine Stiller. „Dann kompensieren Sie dieses Gefühl des Scheiterns und klären Sie den Konflikt mit Ihrem Kind. Damit zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es lieben und es Ihnen wichtig ist.“